Darf man noch sagen, was man denkt?

Kaum jemand nimmt den anderen mehr wahr, als das was er ist, als einen Menschen mit eigenen Gedanken. Wir projizieren unsere eigenen Sichtweisen auf die Mitmenschen, und wehe, sie entsprechen unserer EGO-Sichtweise nicht!  

Um aus diesem Labyrinth herauszukommen, hilft nur eine ganzheitliche Sicht der Dinge. Auch bei der Betrachtung der Nachrichten, die uns tagtäglich ins Haus flattern – sei es medial oder durch unsere Freunde und Bekannten. Anstatt immer reflexartig dem Ego Raum zu geben und Pauschalurteile zu fällen, könnten wir innehalte und uns bewusst machen, dass in der Welt der Polarität alles mehrere Seiten hat. Kaum etwas ist »nur« negativ oder »nur« positiv. Vielleicht gelingt es uns dabei, unser Herz zu öffnen und Verständnis für Andersdenkende zu entwickeln. 

 

Was soll uns das sagen? 

Dies zeigt uns, dass nicht nur „die Bösen“ und die Journalisten zum Egozentrismus neigen. Und im Grunde genommen ist das gar nichts persönliches, sondern eine Art Defekt in unserem menschlichen Verarbeitungssystem, in unserem Gehirn. Dort werden permanent unzählige Informationen aus der Außenwelt aufgenommen  und der Verstand filtert alles aus, was er nicht kennt oder sich nicht vorstellen kann.

 

Je größer das Herz allerdings, desto weiter ist auch der eigene Horizont.

Wer jedoch permanent in engen und begrenzten Gedankenwelten unterwegs ist, für den ist das Leben ein schreckliches Mysterium. Und die Mitmenschen oder selbst der Partner werden dann als  Gegner betrachtet. Da werden dann völlig harmlose Gedanken, die der Partner von sich gibt als „negativ“ eingestuft.

Wenn wir uns angewöhnen, Informationen und Nachrichten zuerst einmal vorurteilslos  und völlig emotionslos zu betrachten, dann betreten wir eine neue Dimension. Annehmen, was ist, lautet der oberste schamanische Grundsatz nicht umsonst. Wir verlassen die  Ego-Ebene des gewohnten Reagieren (die natürlich abhängig von unseren Glaubenssätzen ist) und können dabei spüren lernen, was diese anderen Gedanken und Informationen in uns auslösen.

Dunkle oder negative Gedanken führen automatisch zu dunklen und negativen Gefühlen, dunklen Stimmungen und dunklen Beziehungen, das ist wieder dem Gesetz der Resonanz geschuldet. Der andere spiegelt dann plötzlich die eigene negative Einstellung, die wir seinen Gedanken zukommen lassen. (Wie dieses einseitige Denken (Glaubenssätze, Verhaltensmuster) zustande kommt, kann man übrigens in dem Buch: „Bedienungs-anleitung fürs Gehirn“ des Gehirnforschers Gerald Hüther nachlesen 

 

Darf man noch sagen, was man denkt wurde gelesen bei
Aktuelle Nachrichten aus der »Welt der Polarität« – Frühling 2019 -Seite 17

https://naturscheck.de

Anmerkung 

Wer sich beispielsweise in dem Grünen Ideologietunnel „Klimawandel“ befindet, der muss zwanghaft jede Meinung, die nicht der seinen entspricht als populistisch herabwürdigen, egal ob links- oder rechtspopulistisch. Denn eine Meinung außerhalb seines „Tunnels“ weicht von seinen antrainierten Gedankenwegen ab und kann gar nicht verstanden werden. Das ist wie bei einer Fremdsprache, die man nicht kennt, die hört man zwar, aber versteht rein gar nichts.

 

Siehe auch:

Mein Partner soll anders sein

 

Du fühlst nur, was du auch denkst.

Wenn du dich dazu entschließen kannst, etwas anders zu denken, wirst du etwas anders fühlen. Überlege dir, ob es sich wirklich auszahlt unglücklich und nieder-geschlagen zu sein oder sich verletzt zu fühlen oder die Gedanken des Anderen/Partners als negativ einzustufen. Beginne damit nachzuforschen, was das für Gedanken sind, die zu deinen hemmenden Gefühlen führen.

 

Gefühle entstehen durch unsere Gedanken

 

Herzliche Grüße

Walter C. Dieterich

Gefühle entstehen durch unsere Gedanken

Vermutlich bist auch du im Glauben aufgewachsen, dass du deine Gefühle nicht beeinflussen kannst. Dass dir Ärger, Sorgen, Mut, Angst oder auch Liebe, Ekstase oder Freude ohne eigenes Zutun widerfährt.Der Mensch ist  es gewohnt, seine Gefühle nicht zu steuern, sondern er nimmt sie hin.

Sobald etwas passiert was wir als traurig einstufen, breitet sich ganz natürlich und von ganz allein Kummer aus. Gefühle sind aber nicht einfach Empfindungen, die vom Himmel fallen, sondern es sind von dir selbst veranlasste Sanktionen, die du selbst gewählt hast und die du dir selbst antrainiert hast.

Gefühle entstehen dadurch, dass wir uns angewöhnt haben bei bestimmten Situationen, selbst bei bestimmten Worten, Gesten oder Ereignissen plötzlich in einer vorprogrammierten  Art und Weise zu denken. Unser Verstand spult darauf hin das gewohnte und bekannte Programm ab. Und als  Resultat ergibt sich dann entweder Ärger, Wut Zorn, Angst oder auch Ekstase oder Freude.

Je nachdem, ob wir zu diesem gefühlsauslösenden Ereignis ein Thema haben und wie stark die damit verbundene Konditionierung ist, werden wir unterschiedlich stark angetriggert. Und die damit verbundene Reaktion fällt mehr oder weniger heftig aus.

Wenn du jetzt die Idee hast, das du für deine eigenen Gefühle nicht zuständig bist, kannst du dir zunächst die Frage stellen, wer ist für meine Gefühle zuständig, wenn nicht ich. Aber es ist mit Hilfe der Logik leicht belegbar.

Logik:

  1. Ich kann meine Gedanken steuern
  2. Meine Gefühle stammen aus meinen Gedanken

Das ergibt die logische Schlussfolgerung: “Ich kann meine Gefühle steuern“. Wenn du jetzt immer noch nicht glauben willst, dass du deine Gefühle, bzw. deine Gedanken selbst steuern kannst, dann beantworte mir folgende Frage:

Wenn du deine Gedanken nicht selbst steuerst, wer tut es dann?

Deine Gedanken gehören nur dir, nur du kannst sie beibehalten, ändern, mitteilen oder auch darin versinken. Ohne zuvor einen Gedanken gedacht zu haben, kann keine Gefühl und keine Emotion gefühlt und freigesetzt werden. Jedem Gefühl, das du je gehabt hast, ist ein Gedanke vorausgegangen, ohne dein Gehirn kannst du nichts fühlen.

Deshalb ist die weiter oben aufgestellte Schlussfolgerung unangreifbar. Wenn  dir nun klar ist, dass du deine Gedanken steuern kannst und dass deine Gefühle aus deinen Gedanken kommen, dann kannst du auch deine Gefühle steuern, indem du die Gedanken beeinflusst, die den Gefühlen vorausgehen.

 

Beispiel

Ein Beispiel dazu, du meinst, manche Dinge oder manche Menschen  würden dich unglücklich machen, aber das stimmt nicht, du machst dich selbst unglücklich, durch das was du über die Menschen oder über die Dinge denkst.

Nicht der Tod eines Menschen macht dich unglücklich, du kannst erst traurig werden, wenn du davon erfahren hast. Also ist es nicht der Tod selbst, sondern es ist das was du darüber denkst, was dich traurig macht.

Wer jetzt immer noch der Meinung ist, dass die Gedanken kommen und gehen und wir darauf keinen Einfluss haben, soll den folgenden Test machen: stelle dir einfach mal die Frage, was wird mein nächster Gedanke sein.

Wiederhole die Frage: Was ist mein nächster Gedanke, welche Gedanke wird jetzt kommen, was denke ich als nächstes“? Welcher  Gedanke?

Und dann warte, welcher Gedanke kommt und du wirst feststellen, dass kein Gedanke kommt, während du damit beschäftigt bist, auf den nächsten Gedanken u warten ( vorausgesetzt du hast dich wirklich auf den nächsten Gedanken konzentriert) somit ist auch gleich die Mär hinfällig, dass der Mensch unablässig denken muss. Weil dein Gehirn unablässig auf den neuen Gedanken wartet und beim konzentrierten warten nichts anders denkt, als: „Welcher Gedanke kommt als nächster?“

 

Wer etwas in Meditationstechniken geübt ist, hat diese Erfahrung längst schon gemacht, dass auch die Gedanken aufhören können. Du kannst selbst bestimmen, ob Gedanken kommen und auch welche Gedanken kommen.

Du hast dir im Lauf deines Lebens eine ganze Hitliste Liste von Redensarten zurecht gelegt und dich gegen die Tatsache zu wehr zu setzten, dass du für deine Gefühle selbst verantwortlich bist. Nachfolgend eine Aufstellung von Äußerungen die du sicher auch hin und wieder gebrauchst

  1. Du tust mir weh
  2. Du hast mich verletzt.
  3. Ich habe mich geärgert
  4. Du machst mich traurig
  5. Du regst mich auf

Achte einmal wirklich darauf, was die Sätze aussagen. Jeder dieser Sätze soll dazu dienen, den Andern für das jeweilige Gefühl verantwortlich zu machen. Was im Umkehrschluss bedeuten soll, dass man für die eigenen Gefühle nicht selbst verantwortlich ist

(Aufgabe: Stelle eine Liste deiner gebräuchlichsten Sätze zusammen.)

Wenn du deine Liste zusammengestellt hast, dann ändere sie so ab, dass sie die Tatsache wiederspiegelt:

Also nicht du tust mir weh, sondern „Ich habe mir selbst damit weh getan, wie ich über deine Handlung denke.“

Oder: „Ich habe mich dazu entschlossen, mich zu ärgern, weil ich mit meinem Ärger andere manipulieren kann

Oder: Ich habe beschlossen mich jetzt zu ärgern, weil ich in einer solchen Situation immer so reagiere, oder weil ich wegen einer Programmierung immer so reagieren muss.

Leider ist es in unserer Kultur so, dass wir alle gerne die Verantwortung auf andere abschieben und Sie in Form von Schuld auf andere abladen.

Die Sache mit den Gefühlen ist dir vermutlich mittlerweile glasklar –  verantwortlich dafür wie du dich fühlst, bist du. Du fühlst, was du denkst. Wenn du dich dazu entschließen kannst, etwas anders zu denken, wirst du etwas anders fühlen, dann kannst du das lernen.

Überlege dir, ob es sich wirklich auszahlt unglücklich und niedergeschlagen zu sein oder sich verletzt zu fühlen. Beginne damit nachzuforschen, was das für Gedanken sind, die zu den hemmenden Gefühlen führen.