Gedichte -WaDi

NudeLady.02„Imagine – Stell dir vor“

Das ist ein Gedicht aus dem Jahre 1999, das  sagen will – es ist alles relativ auf dieser Erde. Was richtig ist, kann zugleich auch falsch sein und umgekehrt. Wenn wir jedes Ereignis oder besser noch, das ganze Leben als „Fortbildung“ betrachten, dann kann alles nur richtig sein, weil uns jede Entscheidung,  jede Handlung, jeder Gedanke, jedes Wort schlussendlich weiter  bringt.

Imagine – stell dir vor

Stell Dir vor, es ist weder richtig noch falsch, was Du jemals getan
Stell Dir vor, es ist weder richtig noch falsch, was Du gerade tust.
Stell Dir vor, es ist weder richtig noch falsch, was Du jemals tun wirst.
Stell Dir vor – Was ist dann??

Stell Dir vor, Du bringst hervor, was Du fühlst, denkst und sagst.
Stell Dir vor, Du führst das Leben , wie Du es wirklich magst.
Stell Dir vor, Du kannst alle Deine Visionen erfüllen, die Du schon lange hegst.
Stell Dir vor, alle, alle können Deine Liebe spüren, die Du in Dir trägst.
Stell Dir vor, der Mond ist rot, Du bist tot und hast nichts bewegt.

Stell Dir vor – Was ist dann??

Stell Dir vor, es ist weder richtig noch falsch, was Du heute weißt
Stell Dir vor – Was ist dann??


 

Das Leben leben               15.12.1999

Wollen wir selbst das Leben leben

und unserem Herzen geben

den Verstand als treuen Sklaven

oder

darf uns das Leben leben und wir haben

unserem Verstand gegeben

unser Herz als Diener, einen braven?

Alle Lügen und Ängste dieser Welt,

ist das was Viele und Vieles zusammenhält.

Wenn Deiner Wahrheit Stunde kommt,

bist Du ganz allein auf Dich gestellt.

Plötzlich wird Dir klar, was und wie Dein Leben war.

Hast Du es gelebt, war’s wunderbar?

Oder wartetest Du immer auf den richtigen Augenblick?

Dann ist jetzt zu spät, denn jetzt gibt es kein zurück.

 

Be so kind drop your mind, that it can be the servant of your heart.


 

In Memoriam: Peter V.   früherer Nachbar und langjähriger Freund in Dettingen-Teck viel zu früh gestorben im Nov. 2016

Mein Freund der Tod           20.1.2000

Von dem Tag an dem ich geboren, seit ich am Leben, kommt er mir entgegen.
Zur gleichen Zeit, wie ich in das Leben eingetreten,
hat er sich aufgemacht, mir zu begegnen.
Es gab Zeiten in denen ich geglaubt, wenn ich ihn fürchte oder ihn verschweige
dann gibt es eine Möglichkeit, dass ich es vermeide
auf ihn zu treffen, ich hab versucht ihm auszuweichen.
Doch dabei ist die Gefahr viel größer, dass ich unabsichtlich auf ihn treffe
So dass er sogar überrascht, wenn ich unverhofft mit ihm  zusammenstoße
Und er sagt, es hat zwar nicht gepasst, aber gut nehme ich Dich  mit.
Heute weiß ich, mein Tod ist mein bester Freund
unsere Wege sind genau gleich lang
und wenn wir zusammentreffen sind wir vereint.
Er beschützt und behütet mich, weil ich ihn achte,
er sorgt dafür, dass ich ganz ruhig und sachte
meinen ganzen Lebensweg beschreiten kann.
Weil ich ihn kenne, hilft er mir schon mal aus der Klemme
Wenn ich etwas ungeschickt, oder leichtsinnig mit meinem Leben bin.
Das Dasein meines Freundes ‚Tod‘ hat nur einen Sinn,
mich zu begleiten bis zum Ende meines Weges.
Zur Belohnung darf er dann, wenn ich glücklich und zufrieden bin,
meinen Platz einnehmen und ich werde dann sein Begleiter.
So geht’s dann turnusmäßig
weiter und so weiter und so weiter.
Ich schaue in das Abendrot genieße die Morgensonne
Kenne meinen Freund den Tod, lebe mit einer Wonne.
Dieses einzigartig schöne Leben, weiß, dass jeder Tag mich reicher macht.
Mich meinem Ziel näherbringt und das wäre doch gelacht,
wenn uns das nicht gelingt, mir und meinem Freund dem Tod.
So muss ich nicht ständig an ihn denken, kann selbst mein Leben lenken.

 


Mit den Wolken gehen die Tage

Blauäugig wie in besten Tagen, scheint der Himmel zu mir nieder, so als wollte er mir sagen, es gibt nichts abzuwägen, kein für und kein wieder.

Nichts kann zu groß sein und nichts zu klein, nichts zu wenig wert, nichts zu teuer, nichts zu schnell,nichts zu langsam, nichts bleibt wie es war,nicht einmal die Wolken bleiben, bleiben wir auf dem Weg, der zusammenführt.

Wo ist der Weg – er ist unsichtbar, garniert mit Alleinsein, Traurigkeit und  Leiden, das Blau des Tages weicht der immer länger werdenden Nacht, Dunkelheit macht sich breit ein Tag nach dem anderen zieht vorbei, die Hoffnung auf Änderung scheint meilenweit, entfernt wie vor vielen Tagen, immer wieder einen Anfang wagen, versuchen Wolken festzuhalten, damit es so ist, wie damals, herzergreifend, wunderbar.

Mit den Wolken verschwinden auch die schönsten Tage, unaufhaltsam, jedoch beständig geht das Leben weiter und irgendwann wird das Gedächtnis vergessen, was es einst bedrückt, im Gegenteil sogar, völlig verzückt, wird Neues aufgesaugt und integriert.

Was wir als  Liebstes einst besessen, lässt uns übermorgen unberührt, auch der größte Schmerz wird ausradiert, Freude macht sich breit, ein Tag nach dem anderen zieht vorbei, die Hoffnung auf Änderung scheint erfüllt, ganz nah, wie einst vor vielen Tagen, will das Glück einen Anfang wagen, sofern es wahrhaftig  „da sein“ darf, ansonsten, nimmt es wie die Wolken seinen Lauf

18.9. 2006


Vielleicht einmal

Was soll ich sagen?
Ich kann dein Vertrauen nicht herbeireden.
Missachte mich und erlebe dich
und wenn es sich vielleicht einmal ergibt
vergleiche die Erfahrung deiner selbst
mit der von jemand, der deine tiefste Wahrheit liebt.
Du kennst dich nicht und misstraust mir
wenn ich sage, dass ich dich sehe
dass ich spüre, wer du im Grunde bist.
Du hast Angst, meine Einsicht in dich
könnte dir ein Bild von dir vermitteln
das nicht der Wirklichkeit entspricht.
Meine Wahrnehmung könnte dich daran hindern,
deine Wahrheit zu entdecken.

(Verfasserin-eine Tangotänzerin)

 


 

Ich wollte, sie wäre so, wie ich sie gerne hätte..

Wenn Sie so wäre wie ich sie gerne hätte
immer liebenswert, schlank, die Augen blau
ich weiß genau, dann wäre sie die Nette
die Eine eben, die ich so gerne hätte
Auf schwäbisch heißt deshalb die perfekte Frau
ganz einfach und schlicht Annette. (a Nedde )

Meine Liebste heißt nun aber Claudia
das ist an sich ein wunderschöner Namen
doch dahinter verbergen sich auch kleine Dramen
denn Claudia wünscht sich einen Mann
der so sein soll, wie sie ihn gerne hätte
der genau so ist und genau das kann
was sie sich als Kind schon vorgestellt
einen Traumprinz hatte sie sich bestellt
Du wirst es vielleicht schon erahnen
unser beider Leben wäre in den rechten Bahnen
es ist ganz leicht und braucht wenig Mut
nur hier und da ein klein wenig anders sein
nicht so wie ich’s wollte, das wäre gemein
wenn ich dann der bin, der den ersten Schritt stets tut
dann, ja dann wäre es wahrscheinlich gut
dann wäre ich wohl Traumprinz nur mit Hut

Da ich mich nun mal nicht verändern kann
weil ich so bin, mit allen Fehlern,
deshalb bin ich nicht der perfekte Mann
für Claudia zumindest nicht
der perfekte Partner ist wohl nicht drin.
Dabei ist es so einfach, aus meiner Sicht
wenn ich das tu, wie es Claudia gerne hätte
ja dann wäre ich wohl der Nette

Die Frage ist nur, wie lange geht das?
Oder was? Und macht so was Spaß?

WaDi Juni 2009


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.